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Amtliches Vermessungswesen

Aufgaben aus dem Bereich des Amtlichen Vermessungswesens dürfen nur Behörden (z. B. Katasterämter) oder speziell beliehene Personen (Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure) durchführen. Die Einzelheiten sind im Niedersächsischen Gesetzes über das amtliche Vermessungswesen (NVermG) geregelt.

Leistungen des Amtlichen Vermeessungswesens sind unter anderem:

Amtliche Lagepläne

Nach §2 der Bauvorlagenverordnung ist ein Amtlich beglaubigter Lageplan eine notwendige Unterlage für Ihren Bauantrag. Lagepläne werden im Maßstab 1:500 gefertigt. In Niedersachsen gibt es zwei Arten von Amtlichen Lageplänen: "Einfache" und "Qualifizierte":

  • Einfache Lagepläne enthalten die Grenzen Ihres Grundstücks, den Gebäudebestand der näheren Umgebung, genaue Flurstücksbezeichnungen sowie eine Aufstellung mit weiteren Angaben zum Flurstück, z. B. den Namen des Eigentümers, das Grundbuchblatt, Hinweise auf Baulasten und die Flurstücksfläche.
  • Qualifizierte Lagepläne enthalten zusätzlich die Längen der Umringsgrenzen, den mit der Örtlichkeit abgeglichenen Gebäudebestand auf dem Baugrundstück und den Nachbarflurstücken sowie Angaben zu den Eigentümern der Nachbarflurstücke.

-> Antragsformular für Einfachen Lageplan downloaden (PDF)
-> Antragsformular für Qualifizierten Lageplan downloaden (PDF)

Auszüge aus dem Liegenschaftskataster (Standardpräsentationen)

Durch ÖbVI werden Standardpräsentationen als Auszüge aus dem Liegenschaftskataster bereit gestellt.
-> Antragsformular downloaden (PDF)

Amtliche Grenzfeststellung 

Wenn Sie wissen möchten, wo die katastermäßige Grenze Ihres Grundstücks verläuft, können Sie bei uns eine Grenzfeststellung beantragen. Bei der Vermessung werden die Grenzpunkte mit Grenzsteinen oder oder sonstigen Grenzmarken abgemarkt. Die fetsgestellten Grenzpunkte werden in das Liegenschaftskataster übernommen. Sie legen dabei den Umfang fest, in dem Ihre Grenze festgestellt werden soll, also entweder das gesamte Grundstück oder z.B. nur eine Grenze.

Grenzfeststellungen sind hoheitliche Vermessungen und dürfen nur von befugten Personen (Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure, ÖbVI) oder amtlichen Vermessungsstellen (z. B. Katasterämtern) durchgeführt werden.
-> Antragsformular downloaden (PDF)

Zerlegungsvermessung

Soll Ihr Grundstück in zwei oder mehr Teile aufgeteilt werden, beantragen Sie eine Zerlegungsvermessung. Diese Vermessung ist meist Voraussetzung für die Abschreibung eines Grundstücksteils beim Grundbuchamt.
Wie bei der Grenzfeststellung werden auch bei der Zerlegungsvermessung Grenzmarken gesetzt und ein Grenztermin abgehalten. Anschließend werden die neu entstehenden Flurstücke in das Liegenschaftskataster übernommen und das Grundbuchamt über die erfolgte Zerlegung informiert.
Zerlegungsvermessungen sind hoheitliche Vermessungen und dürfen nur von befugten Personen (Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure, ÖbVI) oder amtlichen Vermessungsstellen (z. B. Katasterämtern) durchgeführt werden.

Sonderung

Eine Sonderung ist eine Zerlegung eines Flurstücks. Anders als bei der Zerlegungsmessung werden die neuen Grenzen jedoch nicht mit Grenzzeichen versehen (abgemarkt), sondern der neue Zustand wird auf der Liegenschaftskarte festgehalten und in das Liegenschaftskataster übernommen. Ob eine Sonderung möglich ist, hängt von bestimmten Faktoren ab. Wegen der wegfallenden örtlichen Vermessung ist eine Sonderung preiswerter als eine Zerlegungsmessung. Im Allgemeinen ist die Durchführung einer Sonderung nur dann empfehlenswert, wenn im Zuge weiterer noch zu erwartender Baumaßnahmen (Straßen- und Wegebau) die Sicherheit der Grenzmarken (Grenzsteine etc.) gefährdet würde oder die Grenze in der Örtlichkeit anders (z. B. durch Gebäude) erkennbar ist.

 

Gebäudevermessung

Nach §5 Abs. des Niedersächsischen Gesetzes über das amtliche Vermessungswesen (NVermG) sind Bauherren nach Abschluss der Baumaßnahme verpflichtet, Ihr Gebäude oder jede Grundrissänderung an bestehenden Gebäuden vermessen zu lassen, damit diese in die Liegenschaftskarte eingetragen werden können.
Gebäudevermessungen sind wie Zerleungsvermessungen und Grenzfeststellungen hoheitliche Vermessungen und dürfen nur von befugten Personen (Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure, ÖbVI) oder amtlichen Vermessungsstellen (z. B. Katasterämtern) durchgeführt werden.

 
 

 

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